Aktuelles zu relevanten Themen

14.09.2022 15:36

Jugendliche in der Pandemie: psychische Probleme bei Mädchen und adipösen Jungen

Autorin: Rebecca Häfner

Vor allem die Psyche von Mädchen hat unter der Corona-Pandemie gelitten – das zeigt ein Report der Krankenkasse DAK. Sie erkrankten häufiger an Depressionen, Angst-, oder Essstörungen und bekamen mehr Antidepressiva verschrieben.

Die Corona-Pandemie hat tiefe Spuren bei Kindern und Jugendlichen hinterlassen. Mädchen und Jungen litten unterschiedlich unter den Belastungen der Krise – das zeigen die Daten aus dem Kinder- und Jugendreport der DAK, der am Dienstag vorgestellt wurde. Bei jugendlichen Mädchen stieg die Zahl der psychischen Erkrankungen stark an, bei Jungen hingegen wuchs die Zahl der Adipositasdiagnosen im jugendlichen Alter.

Die DAK hat in Zusammenarbeit mit Forschenden von Vandage und der Universität Bielefeld Versorgungsdaten von 782.00 Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren analysiert. Die Daten umfassen die Jahre 2018 bis 2021. Das Ergebnis: Weniger Kinder und Jugendliche gingen im zweiten Pandemiejahr in Arztpraxen oder Kliniken als noch vor der Corona-Krise. Insgesamt gingen auch die Behandlungszahlen bei psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen um fünf Prozent zurück. Doch bei jugendlichen Mädchen ist die Zahl der psychischen Erkrankungen im Vergleich zum Vorpandemiejahr 2019 deutlich angestiegen.

Anstieg psychischer Erkrankungen bei Mädchen

Es wurden 54 Prozent mehr 15 bis 17-jährige Mädchen wegen Essstörungen behandelt. Bei Angststörungen gab es bei jugendlichen Mädchen ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zu 2019. Auch stieg die Anzahl von Mädchen, die an Depressionen erkrankten: Bei den 15- bis 17-jährigen Mädchen stiegen die Behandlungszahlen um 18 Prozent im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit. Bei den 10- bis 14-Jährigen lag die Neuerkrankungsrate bei 23 Prozent.

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08.09.2022 18:31

Teenager fühlen sich durch Pandemie besonders belastet

Laut  Gallup-„Gesundheitsstudie 2022“ fühlen sich 61 Prozent der Österreicher trotz Pandemie körperlich  und psychisch fit.

Wie gesund sich die Österreicher körperlich und psychisch nach den fordernden vergangenen Jahren  mit Covid fühlen, hat das Gallup Institut in der „Gesundheitsstudie 2022“ für die Wiener Städtische Versicherung erhoben.

 „Die Pandemie ist noch nicht vorbei und hat – neben Stress und anderen Alltagsbelastungen – immer noch einen ganz klaren Einfluss auf das körperliche sowie mentale Wohlbefinden der Österreicherinnen und Österreicher sowie auf deren Gesundheitsverhalten“, fasst Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen das Ergebnis zusammen. Kinder seien durch Corona besonders belastet. Für die repräsentative Studie, die von 25. bis 31. Juli durchgeführt wurde, wurden 1000 Österreicher im Alter von 16 bis 70 Jahren online befragt.

Bei der Frage nach dem Gefühl des persönlichen Gesundheitszustandes spielte Corona naturgemäß eine wesentliche Rolle. Etwa 61 Prozent der Studienteilnehmer fühlten sich zum Zeitpunkt der Befragung trotz Pandemie körperlich und mental gesund. 53 Prozent gaben an, bereits am Coronavirus erkrankt gewesen zu sein, sieben Prozent davon mehrfach. Vier von zehn  offiziell „Genesenen“ berichteten von anhaltenden, sogenannten Long-COVID-Symptomen. Im Vordergrund standen dabei körperliche Erschöpfung und mentale Antriebslosigkeit.

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21.08.2022 10:41

Krieg, Corona, Inflation: Was tun, wenn das Positive fehlt?

Autorin: Carolin Wolf

Es ist für viele eine gefühlte Endlosschleife negativer Ereignisse. Zwei Expertinnen erklären, was man für mehr Positivität tun kann - und wann man Negatives zulassen sollte.

Seit Monaten, und inzwischen Jahren, sind wir umgeben von Krisen: sei es die Corona-Pandemie, der Klimawandel, der Ukraine-Krieg und jetzt auch die Inflation. Nicht alle negativen Ereignisse belasten Menschen gleichermaßen, dennoch gehen diese Krisen nicht spurlos an uns vorbei.

Das belegen zahlreiche Studien, wie etwa die des Kölner Rheingold Instituts, die zeigt, dass die "eskalierende Krisen-Spirale" zu "Bedrohungsgefühlen" führe und sich die Menschen in einem "Zustand der Melancholie" befänden.

Negative Gefühle in Maßen zulassen

Es sei aber im Moment vollkommen in Ordnung, auch mal unglücklich zu sein, sagt Motivationsforscherin Prof. Michaela Brohm-Badry von der Universität Trier. Denn es sei wichtig, die negativen Gefühle anzunehmen. "Natürlich, solange es sich im gesunden Maß bewegt." Sonst würden sie erst recht groß werden, erklärt Maren Urner, Professorin für Medienpsychologie an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Köln.

Ließe man das Negative aber zu und entscheide man sich bewusst dafür, welche Dinge man an sich heranlasse, könne man die Gefühle wieder beherrschen. Seien die negativen Gefühle aber ein Dauerzustand und sehr stark, sollte man sich Hilfe* holen, sagen die Expertinnen.

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14.08.2022 13:53

Warum Krisen Jugendliche oft am härtesten treffen

Autorin: Jasmin Altrock

Die Generation Z ist mehrfach belastet, Corona, Klimawandel und Krieg bedeuten Dauerkrise. Das belastet viele Jugendliche psychisch, es gibt aber auch optimistische und kreative Tendenzen.

WHO und Unicef schlugen in den vergangenen zwei Jahren immer wieder Alarm. Und es ist Dauerthema in den Medien: Die Anzahl der Jugendlichen, die mit psychischen Problemen kämpfen, steigt seit zwei Jahren permanent an. Vor allem Depressionen haben seit Beginn der Pandemie deutlich zugenommen. Doch was steckt da genau dahinter? Sind wirklich alle depressiv? Oder wird hier zu stark verallgemeinert?

Tatsächlich ist die Entwicklung nicht verwunderlich. "Depressionen sind im Jugendalter kein seltenes Geschehen. Man geht davon aus, dass bereits vor Corona ungefähr 20 Prozent der Jugendlichen bis 18 Jahre zumindest einmal an einer behandlungsbedürftigen depressiven Episode erkrankten", erklärt Kinder- und Jugendpsychiater Paul Plener vom AKH Wien.

Und dann kam die Pandemie. Die hat dazu geführt, dass sich diese 20 Prozent deutlich erhöht haben. Nach dem ersten Lockdown gaben 55 Prozent aller Jugendlichen in einer Befragung der Donau-Uni Krems an, eine mittelgradige depressive Symptomatik aufzuweisen. Plener weiß: "Die Zunahme der Depressionen und Angststörungen ist in allen Altersgruppen sehr ausgeprägt – besonders aber bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen."

Vor allem junge Frauen betroffen

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25.07.2022 13:21

Corona-Burnout: So bewältigen Mütter Stress und Depressionen

Mütter haben laut Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung während der Corona-Pandemie deutlich mehr zusätzliche Arbeit geleistet als die Väter. Viele Mütter leiden als Folge dessen unter Depressionen und Burnout.

Mütter von schulpflichtigen und noch kleineren Kindern gehören zu den in der Pandemie am stärksten belasteten Menschen. Im ersten Lockdown waren Kitas und Schulen wochenlang geschlossen, Kontakt zu anderen gab es kaum. Das Familien- und Berufsleben spielte sich bei vielen komplett zu Hause ab: Kinderbetreuung im Homeoffice. Diese enorme Last kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Inzwischen berichten immer mehr Mütter über Depressionen und Burnout als Folge dieser Zeit.

Symptome der Überlastung

Grübeln und Schlafstörungen, Gefühle der Hilfs- und Sinnlosigkeit, Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit: Das können Zeichen einer Depression sein. Manche berichten, dass sie schnell weinen, leicht aus der Fassung geraten geraten oder übermäßig gereizt sind, auch den Kindern gegenüber.

Mütter haben in der Pandemie in der Regel deutlich mehr zusätzliche Arbeit geleistet als die Väter. So gaben im AXA Mental Health Report 2022 etwa 58 Prozent der Mütter an, selten bis nie neue Kraft tanken. Jede achte Frau berichtet, sie habe keine Zeit für sich selbst.

Rolle der Stresshormone

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13.07.2022 09:36

Psychische Erkrankungen nehmen zu

Autorin: Laura Stunz

Die Corona-Pandemie hat laut WHO zu einem Anstieg der psychischen Erkrankungen geführt. Eine Psychotherapie kann Betroffene mental effektiv unterstützen. Doch wie kommt man heutzutage - trotz erhöhter Nachfrage - an einen Therapieplatz? Wir nennen die besten Anlaufstellen.

Der neue Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur weltweiten mentalen Gesundheit zeigt: Die Corona-Pandemie hat zu einem starken Anstieg von psychischen Krankheiten geführt. Demnach seien die Fälle von Depressionen und Angststörungen weltweit allein im ersten Pandemiejahr um 25 Prozent gestiegen.

Bereits vor der Pandemie haben fast eine Milliarde Menschen weltweit mit einer psychischen Krankheit gelebt, fast jeder achte Mensch war betroffen. Das psychische Leid ist dabei nicht nur akut problematisch, sondern kann sich auch langfristig schädlich auf die Gesundheit auswirken. Wie die WHO berichtet, sterben Menschen mit schweren psychischen Störungen in der Regel 10 bis 20 Jahre früher als die allgemeine Bevölkerung.

Psyche und Körper bilden eine Einheit

„Psychische Gesundheit geht mit körperlicher Gesundheit Hand in Hand“, betont WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Umso wichtiger ist demnach eine zeitnahe Behandlung der Erkrankungen, um potenziellen Langfristfolgen entgegenzuwirken.

Das Problem: Psychische Erkrankungen wurden – und werden teils immer noch – belächelt. Das Leid der Betroffenen war und ist für ihre Mitmenschen oftmals nicht nachvollziehbar, manche Betroffenen schämen sich deswegen für ihre Erkrankung. Die Folge: Sie verschweigen die Erkrankung und landen in einem stetigen Teufelskreis, aus dem es sich nur schwer allein ausbrechen lässt.

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21.06.2022 10:45

Fast um die Hälfte mehr Essstörungen

Wie sehr junge Menschen unter der Pandemie gelitten haben, zeigt eine kürzlich erschienene internationale Übersichtsarbeit: Schwere Essstörungen haben fast um die Hälfte zugenommen. Wie Experten betonen, sollte man nun herausfinden, welche psychischen Erkrankungen chronisch werden könnten, um das möglichst zu verhindern.

Erst nach und nach stellten sich jetzt die Folgen der Pandemie auf die psychische Gesundheit heraus, hieß es am Montag in einer Aussendung anlässlich des Kongresses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Berlin: „Schon jetzt konsistent und in verschiedenen Studien und Erhebungen nachgewiesen, zeigt sich, dass Jugendliche und junge Menschen psychisch stärker belastet waren als ältere, und Frauen mehr als Männer – beispielsweise stiegen die Krankenhauseinweisungen wegen Essstörungen in den Corona-Zeiten um 48 Prozent.“


Die Daten dazu stammen aus einer Übersichtsarbeit von Daniel Devoe, die vor einigen Wochen in „Eating Disorders“ erschienen ist. Die kanadischen Forscher und Forscherinnen hatten die wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu diesem Thema zwischen November 2019 und Oktober 2021 systematisch durchforstet. Insgesamt konnten sie zum Thema der Häufigkeit der Essstörungen (z. B. Anorexia nervosa, Bulimie, Binge-Eating) die Daten von 53 Studien mit 36.485 Betroffenen analysieren.

Zunahme durch Belastungen

„Die gepoolten Informationen zu den Krankenhausaufnahmen über alle Studien hinweg zeigten einen Anstieg um 48 Prozent während der Pandemie im Vergleich zur Zeit vor Covid-19 mit verschiedenen Zeitmesspunkten“, heißt es in der Arbeit. Das sei in 19 wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden, ein Anstieg von Angstzuständen in neun Untersuchungen und mehr Fälle von Depressionen in acht Studien. Die Zunahmen seien aber auch abhängig von der Diagnosestellung und von ihrem Zeitpunkt. So hätten auch die Lockdowns eine Rolle gespielt.

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16.06.2022 07:24

Das Immunsystem gezielt stärken

Ständig verschnupft? Ob die Pandemie schuld ist und wie Sie Ihre Abwehrkräfte stärken

Einige Krankheiten sind in der Corona-Pandemie seltener geworden. Doch in jüngster Zeit haben manche Menschen den Eindruck, unüblich häufig zu erkranken. Ist die körpereigene Abwehr etwa aus der Übung? Das sagen Experten.

Nicht schon wieder: Alle paar Wochen sind die Kinder krank - Erkältungen, Magen-Darm und so weiter. Und auch manche Erwachsene berichten von ihrem Eindruck, zurzeit so ziemlich jeden Schnupfen mitzunehmen. Nach zwei Jahren mit unzähligen Aufrufen zu infektionsvermeidendem Handeln und mit Reisebeschränkungen, viel Home-Office und Maskenpflicht können Husten und Schniefen tatsächlich ungewohnt erscheinen. Erst recht in dieser Jahreszeit. Aber steckt mehr dahinter? Haben unsere Immunsysteme mangels Beschäftigung die Abwehr von Krankheitserregern verlernt?

Ein Drittel weniger Fälle von meldepflichtigen Krankheiten in Pandemiezeiten

Viele Krankheiten wie Grippe und Keuchhusten seien in der Pandemie selten geworden, sagt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg. Schon Anfang 2021 hatte eine Analyse des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu mehreren meldepflichtigen Krankheiten von Tuberkulose bis hin zu Hepatitis E gezeigt, dass zwischen März und Anfang August 2020 rund ein Drittel weniger Fälle gemeldet wurden als anhand der Vorjahreswerte zu erwarten gewesen wäre - Covid-19 ausgenommen.

Besonders stark rückläufig waren demnach etwa Atemwegserkrankungen, was auch als Folge von Corona-Maßnahmen wie Masken und Abstand gilt.

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26.05.2022 12:18

Wie finden wir jetzt zur Leichtigkeit zurück?

Die Temperaturen steigen, die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt. Doch die vergangenen zwei Pandemie-Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Was der Seele nun guttut.

Über zwei Jahre Pandemie sitzen uns allen in den Knochen. Bei vielen Menschen nimmt Corona nun immer weniger Raum im Leben ein. Raum, der nun zu Verfügung steht, um die Psyche wieder zu stärken. Aber wie?

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. „In der Psychologie wird inzwischen von einem Trauma gesprochen, das Menschen durch die Pandemie erlebt haben.“ Das sagt Alexandra Loeffner, Resilienzcoach und Trainerin für Positive Psychologie. Das heißt nicht, dass alle an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erkrankt sind. Aber: Den meisten Menschen sind die Angst vor einer Infektion, die Lockdowns und Kontaktbeschränkungen schon spürbar auf die Psyche geschlagen.

Auch Joachim Schmidt, Diplom-Psychologe mit Schwerpunkt Positive Psychologie, bestätigt diesen Eindruck: „Eine ganze Reihe von Studien zeigt, dass viele Menschen in der Pandemie vermehrt unter Vereinsamung leiden, dass das Stresslevel erheblich zugenommen hat.“ Auch Zukunftsängste und Sorge um die eigene Gesundheit und die der Liebsten spielen eine große Rolle. Hinzu komme laut Schmidt ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Kontrollverlustes.

Das „Immunsystem“ der Psyche stärken

„Die psychische Widerstandsfähigkeit - auch Resilienz genannt - ist dabei individuell sehr unterschiedlich“, sagt Joachim Schmidt. Resilienz bezeichne die Fähigkeit einer Person, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und Stress umzugehen. Sie ist sozusagen das Immunsystem der Psyche. Die eigene Resilienz kann man trainieren.

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Der ganze Artikel auf rnd.de 

14.05.2022 07:25

Was hilft gegen Doomscrolling?

Autor: Marc Dimpfel

Nur noch schlechte Nachrichten

Wenn negative Nachrichten auf die Funktionsweise sozialer Medien treffen, dann gibt es dafür einen Begriff: Doomscrolling. Der Dauerkonsum kann nicht nur belasten, sondern im Extremfall zu psychischen Erkrankungen führen. Doch es gibt Wege, dem entgegenzuwirken.

Die schlechten Nachrichten nehmen kein Ende, so scheint es in diesen Zeiten. Mehr als zwei Jahre Corona-Pandemie liegen hinter uns, in denen das unsichtbare Virus vormals unbekannte Ängste ausgelöst hat. Und dann der Krieg. Seit über zwei Monaten tobt er, mitten in Europa. Ein mit dem Eisernen Vorhang begraben gedachtes Atomkriegs-Szenario ist plötzlich wieder im Bereich des Möglichen und damit in unseren Köpfen. Wir sehen vom heimischen Bildschirm aus, wie nur einige Flugstunden von Deutschland entfernt grausamste Massaker an der ukrainischen Zivilbevölkerung verübt werden. Das, es lässt sich nicht von der Hand weisen, macht was mit einem.

Das Marktforschungsinstitut Rheingold drückt das in einer tiefenpsychologischen Untersuchung wie folgt aus: "Die Krisenpermanenz, die vor allem junge Menschen als eine nicht enden wollende Dauerkrise erleben, hat eine neue Dimension bekommen, die auch die bisherigen Sorgen um Corona weitgehend überdeckt: Wir geraten von einer Katastrophe in die nächste schlimmere."

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26.04.2022 15:06

Corona-Erkrankung kann auch der Seele schaden

Autorin: Kathrin Krisper

Salzburger Psychotherapeutin über Folgen von Covid-19

Die Corona-Krise schlägt vielen von uns auf die Psyche: Lockdowns, strenge Maßnahmen und Ungewissheit können belasten. Aber auch jene, die eine Erkrankung durchlebt haben, können sogar noch Monate danach mit den seelischen Folgen zu kämpfen haben.

Selbst wenn man vor einer Corona-Erkrankung seelisch stabil war, können danach Probleme auftreten, erklärt die Salzburger Psychotherapeutin Gabriele Danninger im Gespräch mit SALZBURG24. Das betreffe aber nicht nur jene, die mit einem schweren Verlauf zu kämpfen hatten. Denn im Unterschied zu Post-Covid, worunter man die unmittelbaren Folgen eines schweren Verlaufs versteht, umfasst Long-Covid die langfristigen Folgen. Diese können auch bei einem milden Verlauf und sogar erst ein bis vier Monate nach der Erkrankung auftreten, stellt die Therapeutin klar. Studien liefern laut Danninger Hinweise darauf, dass etwa zehn Prozent der Erkrankten von Long-Covid betroffen sind, tendenziell eher Frauen zwischen 20 und 50 Jahren.

Ängste und Co nach Corona-Erkrankung

Der ganze Artikel auf salzburg24.at

10.04.2022 12:03

Bericht: Corona-Pandemie schlägt sich auf Psyche nieder

Ob Alt oder Jung: Die Corona-Pandemie hat sich auf die psychische Verfassung vieler Menschen in Bayern ausgewirkt. «Bereits die Sorge vor einer Coronainfektion kann zu psychischen Beeinträchtigungen führen», heißt es im ersten Bayerischen Psychiatriebericht des Gesundheitsministeriums. Viele litten unter den Folgen der Isolation im Lockdown und der sozialen Distanz. Hinzu kämen wirtschaftliche Unsicherheit, materielle Notlagen, Existenzängste oder Perspektivlosigkeit. 

Studien zeigten eine Zunahme von Depressionen und Angstsymptomen in der Bevölkerung. «Weitere psychische Folgen der Pandemie und des Lockdowns können posttraumatischer Stress, Verwirrung, Niedergeschlagenheit, Wut und Ärger sowie Schlafbeschwerden sein.» Zudem fühlten sich viele Menschen einsam - ein Risikofaktor für seelische Erkrankungen.

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09.03.2022 10:51

Corona: Auch die Psyche leidet an der Pandemie

Autorin: Jasmin Altrock, Pia Kruckenhauser

Vor genau 729 Tagen hat die Corona-Pandemie Österreich offiziell erreicht, die ersten beiden Infektionen wurden bekannt. 20 Tage später, am 16. März 2020, wurde der erste Lockdown ausgerufen. Seit 709 Tagen leben wir mit Ausgangsbeschränkungen, Maßnahmen und der Ungewissheit, wie es mit der Pandemie weitergeht. "Kollektives Trauma" ist ein Begriff, der in dem Zusammenhang öfter fällt – der aber nicht sehr passend ist. "Unter Trauma versteht man sehr schwere Belastungen wie Todesgefahr, körperliche oder sexuelle Gewalt", erklärt Christoph Pieh, Professor für psychosomatische Medizin an der Donau-Uni Krems. "Ich würde hier eher von einer massiven, kollektiven psychischen Belastung sprechen. Ein kollektives Trauma wäre eher bei einem Postkriegsszenario zu erwarten. Damit ist die Pandemie aber nicht vergleichbar." 

Dennoch hat sich die Pandemie sehr schnell auf die psychische Gesundheit ausgewirkt: "Wir konnten bereits vier Wochen nach dem ersten Lockdown einen Zuwachs an Depressivität, Ängsten, Schlafstörungen und Stress feststellen", weiß Pieh, der zusammen mit seinem Team seit März 2020 den Stand der psychischen Gesundheit der österreichischen Bevölkerung via Online-Fragebögen erfasst. So stellte die Gruppe fest, dass sich die Anzahl der depressiven Symptome bereits am Anfang verfünffacht hatte und seitdem stabil hoch geblieben ist. 

Der ganze Artikel auf standard.at  

18.02.2022 16:12

Neues Projekt für Kinder und Jugendliche

Die CoV-Krise hat deutliche Spuren in der Psyche von Kindern und Jugendlichen hinterlassen. Ein am Freitag von der Regierung vorgestelltes Projekt soll den Jungen den Zugang zu psychosozialen Hilfsangeboten erleichtern. Für Hilfesuchende wird eine zentrale Anlaufstelle geschaffen. 

Mehr als die Hälfte der jungen Menschen in Österreich kämpft mit depressiven Symptomen, sechs von zehn haben Essstörungen, 47 Prozent leiden unter Schlafstörungen, 16 Prozent haben wiederholt Suizidgedanken. Das berichtete Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz. 

Bereits vorigen Sommer gab der Ministerrat 13 Mio. Euro für die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen zur Bewältigung der psychischen Folgen der Pandemie frei. 12,2 Millionen Euro davon gehen an das Projekt „Gesund aus der Krise“, 800.000 Euro an die Arbeitsgemeinschaft Frauengesundheitszentren, „damit die psychologische und psychotherapeutische Behandlung für Mädchen und junge Frauen verbessert wird“, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. 

Hotline als zentrale Anlaufstelle

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29.01.2022 14:03

Es gibt mehr Ängste

LOCKDOWN-FOLGEN FÜR KINDER 

Autorin: Lucia Schmidt

Welchen Einfluss hatten die Lockdowns auf die Psyche von Kindern? Eine Psychiaterin berichtet von mehr Angst- und Essstörungen sowie Depressionen – und widerspricht Gesundheitsminister Lauterbach. 

Frau Professorin Freitag, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat in dieser Woche gesagt, die Zunahme psychischer Störungen bei Kindern sei kein Resultat des Lockdowns, sondern die Pandemie an sich sei dafür verantwortlich. Etwas anderes gebe die Studienlage nicht her. Wie sehen Sie das?

Diese Aussage ist so nicht ganz korrekt. Selbstverständlich haben einige Kinder und Jugendliche auch Angst vor einer Erkrankung, aber wesentlich erscheint doch der Lockdown. Die internationale Studienlage ist eindeutig: Angst- und Essstörungen sowie Depressionen haben in der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen deutlich zugenommen. Zudem hat sich die Zeit, die Kinder und Jugendliche an Computer und Handy ­verbringen, deutlich gesteigert. Die meisten bewegen sich viel zu wenig. Hierzu gibt es bereits mittlerweile systematische Reviews und Meta-Analysen.

Und daran sind die Schließungen von Kitas und Schulen schuld?

Das ist die Frage: Welche Rolle haben die Kindergarten- und Schulschließungen hinsichtlich dieser Symptome? Hier gibt es mittlerweile Vergleichsstudien aus Kanada und Australien, die deutlich zeigen, dass innerhalb der Corona-Pandemie insbesondere Perioden des Lockdowns zu einem Anstieg der genannten Symptome bei Kindern und Jugend­lichen führten. Der Wegfall der Alltagsstruktur, von Bewegung und Sozialkontakten mit Gleichal­trigen ist ein klassischer Risikofaktor für Depressionen und Angststörungen; die Zunahme des Konsums sozialer Medien steht wahrscheinlich in Zusammenhang mit den erhöhten Anorexie-Raten.

 Der ganze Artikel auf faz.at

18.01.2022 15:43

Wie wir lernen, mit Corona zu leben

AutorInnen: Renate Kromp und Christine Lugmayr

Auch wenn Omikron vorbei ist, das Virus bleibt. Je früher wir anfangen, mittelfristig zu denken und die wichtigsten Gesellschaftsbereiche für ein Leben mit dem Erreger zu rüsten, desto besser werden wir damit umgehen können. Was in Bildung, Pflege, Forschung und Medizin geschehen muss, erklären Expertinnen und Experten.

Good News schauen anders aus: Auch zu Weihnachten 2022 werden wir noch Masken tragen und uns vor dem Coronavirus schützen müssen, erklärt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, während die Österreicher gerade den aktuellen Christbaum abräumen. Der Minister spricht damit aus, was ohnehin schon zu befürchten war. Das Coronavirus mit seinen laufenden Mutationen wird auch nach der Omikron-Welle nicht verschwunden sein. Wir müssen lernen, mit Corona zu leben.

Der ganze Artikel auf news.at 

27.12.2021 17:30

Zwei Jahre Pandemie: Was Corona mit unserer Psyche macht, was gegen den Blues hilft

Autorin: Katharina Jakob

Unser letzter Gast in diesem Jahr ist der Psychologe Thorsten Kienast, mit dem wir über die seelischen Folgen sprechen, die uns die Pandemie aufzwingt. Über einfache, kleine Tricks, wie Sie den Blues wegkriegen können, der ja nicht wenige vor allem am Jahresende befällt. 

Zu hören ist der Podcast auf faz.net

05.12.2021 18:26

Psyche im vierten Lockdown: Was uns jetzt gut tut und Auftrieb gibt

Autorin: Marlene Patsalidis

Wie wir jetzt trotz der neuerlichen Ausgangsbeschränkungen unsere Kräfte mobilisieren können.

Und täglich grüßt … der Lockdown. Seit die bizarre Geschichte des in einer Zeitschleife gefangenen Bill Murray Anfang der Neunziger über die Kinoleinwände flimmerte, hat sich die Redewendung für sich wiederholende, unangenehme Situationen etabliert. Unangenehm – das ist Lockdown Nummer vier allemal.

Die Psyche erlebt jedenfalls ein Déjà-vu. Schlimmer noch: Die neuerlichen Radikalmaßnahmen reißen alte emotionale Wunden auf. Insbesondere bei Menschen, die bisher schon

mit Einsamkeit, Existenzängsten oder der Doppelbelastung von Kinderbetreuung und Homeoffice zu kämpfen hatten.

Hinter dem, was viele jetzt als seelischen Dämpfer erleben, steht eine Stressreaktion: "Die Unsicherheit, ob und wann dieser unkontrollierbare Ausnahmezustand enden wird, macht Angst, und Angst macht Stress – und anhaltender Stress führt zu Belastung", sagt Manuela Hos, Psychologin am medizinischen Zentrum Trinicum in Wien. Mit den Grenzen der eigenen Belastbarkeit haben die allermeisten in den vergangenen Monaten Bekanntschaft gemacht. Die Folge: Angstzustände, Depressionen, Schlafprobleme und Erschöpfungserscheinungen hatten und haben Hochkonjunktur.

Der ganze Artikel auf kurier.at

12.11.2021 12:16

Corona und die Psyche: So erkennen Betroffene eine Depression

  • Studien und Untersuchungen zeigen: Psychische Erkrankungen haben in Folge der Pandemie zugenommen - etwa Depressionen.
  • Die Langzeitfolgen und Ausmaße seien auch jetzt im Herbst 2021 noch nicht absehbar, sagt ein Experte.
  • Wie Betroffene eine Depression erkennen und was sie dann tun sollten.

Hildesheim. Zu den vielen Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie gehört, dass wesentlich mehr Menschen als sonst mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Das gilt über alle Altersgruppen hinweg, sagt Prof. Detlef Dietrich von der European Depression Association. „Insbesondere Angstzustände und Depressionen haben zugenommen.“

Nur ein Beispiel: Einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zufolge hatten vor Corona zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren depressive Symptome, nach dem ersten Lockdown im Frühsommer 2020 waren es demnach 25 Prozent.

Die Langzeitfolgen und Ausmaße seien auch jetzt im Herbst 2021 noch nicht absehbar, sagt Dietrich. Das liege auch daran, dass psychosoziale Begleiterscheinungen der Pandemie wie eingeschränkte Kontakte, Einsamkeit, Jobverlust, Ängste vor einer Infektion oder Mehrfachbelastungen häufig erst im Verlauf von Monaten zur Entstehung einer Depression beitragen.

Eine Depression erkennen

Der ganze Artikel unter rnd.de

10.10.2021 10:48

Jugendliche noch immer psychisch belastet

Als Schulen und Sportvereine geschlossen waren, ist die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen in die Höhe geschnellt. Zwar haben die Schulen wieder auf. Vielen Jugendlichen geht es aber nach wie vor schlecht.

Am Sonntag (10.10.) ist der Tag der seelischen Gesundheit. Und diese ist besonders bei Kindern und Jugendlichen schwer angeschlagen durch die Pandemie. Mehr als die Hälfte der österreichischen Schülerinnen und Schüler zeigte im Winter dieses Jahres depressive Symptome, viele berichteten über Ängste und Schlafstörungen. Im März veröffentlichten die Donau Uni Krems und die Meduni Wien eine Studie mit diesen alarmierenden Zahlen.

Unsicherheit macht krank

Essstörungen, Drogenkonsum, Selbstverletzung und Suizidversuche haben seit Corona massiv zugenommen, berichtet auch Barbara Haid vom Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie. Sie arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche in eigener Praxis in Innsbruck und ist außerdem als Psychotherapeutin am Landeskrankenhaus in Hall tätig. Nach einem etwas entspannteren Sommer gibt es jetzt wieder eklatant steigenden Bedarf, berichtet sie.

Der ganze Artikel unter science.orf.at

05.10.2021 09:43

UNICEF: Jeder siebente junge Mensch mit psychischen Störungen

Angststörungen, Depressionen, Verhaltensauffälligkeiten: Jeder siebente junge Mensch im Alter zwischen zehn und 19 Jahren leidet nach Angaben der UNO-Kinderhilfsorganisation (UNICEF) unter einer diagnostizierten psychischen Störung.

Durch die Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie kommen nun noch Auswirkungen hinzu, die „gravierend“ seien und „über viele Jahre“ spürbar, warnte UNICEF in einem neuen Bericht. Die CoV-Folgen für die Psyche von Kindern und Jugendlichen seien aber „nur die Spitze des Eisbergs, denn bereits vor der Pandemie litten viel zu viele Kinder an psychischen Belastungen“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

UNICEF verwies darauf, dass es weltweit eine große Lücke zwischen dem Bedarf an Hilfsangeboten und den verfügbaren Geldern für die Behandlung psychischer Auffälligkeiten und Störungen bei jungen Leuten gebe. Die Regierungen würden weniger als zwei Prozent ihres Gesundheitsbudgets dafür ausgeben, heißt es in dem neuen „Bericht zur Situation der Kinder in der Welt“, der erstmals den Schwerpunkt auf mentale Gesundheit legt.

orf.at/stories

17.09.2021 16:03

Corona-Krise: Tipps für den Umgang mit der Situation & die Psyche

Die Situation rund um die Corona-Krise ist für alle herausfordernd. Sie hat zahlreiche Auswirkungen auf den Alltag und das Zusammenleben. Hier finden Sie Tipps zum Umgang mit der aktuellen Situation sowie einen Überblick über Informations- und Beratungsangebote. 

Zur Website gesundheit.gv.at, wo Sie viele Hinweise und Tipps wie z.B. folgende finden können:

Tipps zum Umgang mit der Corona-Krise

Das Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität Wien hat basierend auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Text für den Umgang mit der aktuellen Situation zusammengestellt.

Hier die Tipps im kurzen Überblick mit zusätzlichen praktischen Hinweisen:

Versuchen Sie so gut wie möglich eine Tagesroutine beizubehalten.

  • Achten Sie auf Ihre Gefühle und Bedürfnisse. Weitere Informationen finden Sie unter Tipps zum Umgang mit Gefühlen sowie Entspannt und fokussiert durch Achtsamkeit.
  • Pflegen Sie einen möglichst gesunden Lebensstil mit Aktivitäten, die Ihnen auch Freude bereiten und zu Ihrer Entspannung beitragen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Corona-Krise: Mit Bewegung gesund bleiben.
  • Ernähren Sie sich gesund. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Corona-Krise: Gesunde Ernährung für zu Hause.
  • Halten Sie Schlafroutinen ein. Weitere Informationen finden Sie unter Gut schlafen.
  • Nehmen Sie in Krisensituationen Hilfsangebote war. Hilfseinrichtungen für psychosoziale Krisen nach Bundesländern sortiert finden Sie auf dem Öffentlichen Suizidpräventionsportal. Zudem finden Sie Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Psyche auf www.oesterreich.gv.at. 
  • Bleiben Sie in Verbindung mit Ihrem sozialen Netzwerk z.B.  auch über E-Mail, Videochat, Telefon oder soziale Medien.
  • Gehen Sie achtsam mit dem Einholen von Informationen um: Vermeiden Sie Nachrichten, die in Ihnen möglicherweise Stress, Angst oder Panik auslösen. Suchen Sie jedoch nach Informationen für Ihr Alltagsleben sowie wie sie sich und nahestehende Menschen schützen können. Nutzen Sie als Informationsquelle ein- bis zweimal täglich vor allem Gesundheitsbehörden oder auch die Website der WHO. Das hilft unter anderen Fakten von Gerüchten zu unterscheiden.
  • Schützen Sie sich selbst und andere. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf www.oesterreich.gv.at. 
  • Helfen Sie, wenn möglich, anderen Menschen. Das kann sowohl für die Person, der Sie helfen, als auch für Sie selbst hilfreich sein. Möglichkeiten, Mitmenschen zu unterstützen, finden Sie auf www.oesterreich.gv.at unter.

Die vollständige Version der Empfehlungen inklusive weiterer Hinweise finden Sie auf der Website des Sozialministeriums.

30.08.2021 08:29

Was Paare in der Coronazeit zusammenhält

Autorin: Friederike Invernizzi


Liebe und Partnerschaft stehen in der Coronazeit unter großen Belastungen. Dr. Jan Kalbitzer erklärt, wie Paare mit der Situation umgehen können.

Forschung & Lehre: Herr Kalbitzer, einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge wird sich die Zahl der Scheidungen in Deutschland infolge der Corona-Einschränkungen voraussichtlich um ein Fünffaches erhöhen. Überrascht Sie diese Entwicklung?

Jan Kalbitzer: Das überrascht mich nicht. Allerdings erscheint mir der Blick auf solche Statistiken fragwürdig. Mit solchen Zahlen sollte vorsichtig umgegangen werden. Ich beobachte bei Paaren, dass sie schauen, was andere Paare machen und wofür sich diese entscheiden. Sie suchen Orientierung. Es ist aber ganz wichtig, dass man als Paar den Blick auf die eigenen Werte richtet. Den Abgleich mit dem Durchschnitt, in diesem Falle die Scheidungsstatistik, halte ich für keine gute Idee.

F&L: Die Zahlen könnten ein Hinweis dafür sein, dass Paare in Corona unter stärkeren Belastungen stehen als vorher….

Jan Kalbitzer: Das stimmt. Aber ich sehe durchaus auch Positives in der aktuellen Situation, die zur Folge hat, dass Paare mehr zusammen sind. Meist entsteht so ein intensives Zusammensein tatsächlich in Zeiten, in die man mit vielen falschen Erwartungen und Vorstellungen "hineinschlittert", wie dem Urlaub oder Feiertagen. Paare verbringen in solchen Situationen ziemlich viel Zeit miteinander und sind gezwungen, Werte und Wünsche miteinander abzugleichen. Sie müssen sich damit auseinanderzusetzen, wie sie damit umgehen können, auf engstem Raum zusammen zu sein. Das ist mitunter anstrengend und mit vielen Enttäuschungen verbunden. Häufig leiden Partnerinnen und Partner darunter, dass sich in einer Partnerschaft bestimmte Verhaltensmuster über Jahre eingeschlichen haben, die sich nicht mehr ändern lassen: ein unfreundlicher Ton, die eine oder andere Unaufmerksamkeit oder Respektlosigkeit, die man dann wieder vergisst, weil man mit anderen Dingen beschäftigt ist. Die Weihnachtszeit führt daher oft zu Paarkonflikten, trotzdem kehren die Leute danach wieder in ihren Alltag zurück und lenken sich mit Freizeitaktivitäten oder mit der Arbeit von den Frustrationen in der Beziehung ab.

Der ganze Artikel auf www.forschung-und-lehre.de

03.08.2021 17:55

Psychische Belastungen und Störungen in Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie

Dr. Dipl. Psych. Markus Stingl, Psychologischer Psychotherapeut & Dr. med. Bernd Hanewald, Facharzt für Psychiatrie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der JLU Gießen, Klinikstr. 36, 35392 Gießen

Die COVID-19-Pandemie bedeutet psychischen Stress und kann psychische Störungen verstärken oder auslösen.

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Häufige Realängste sind:

  • Ängste, sich selbst anzustecken, zu erkranken und zu versterben;
  • Ängste auch vor relativ einfach zu behandelnden Symptomen und Erkrankungen;
  • Angst, durch das Aufsuchen von Einrichtungen des Gesundheitswesens zu erkranken;
  • Sorgen, den eigenen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu können, während einer Isolation nicht arbeiten zu können oder gekündigt zu werden;
  • Angst vor Insolvenz des eigenen Unternehmens oder des Unternehmens des Arbeitgebers
  • Gefühle von Hilflosigkeit und Einsamkeit infolge von Isolation;
  • Misstrauen und Ärger gegenüber allen, die mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden;
  • Stigmatisierung und Angst vor Patientinnen und Patienten, Gesundheitsfachkräften und Menschen, die Erkrankte pflegen;
  • das Ablehnen von Ansprache durch Gesundheitsfachkräfte oder Freiwillige.

Diese Ängste und Sorgen können durch Unsicherheit und Ungewissheit verstärkt werden und sogar zur Entstehung einiger psychischer Erkrankungen beitragen oder vorhandene Störungsbilder verschlechtern.

Der ganze Artikel auf www.uni-giessen.de

30.06.2021 18:23

Covid-19 und die Psyche

Autorin: Katharina Kropshofer

Thomas Probst untersucht, wie sich die Pandemie auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Wiederholte Lockdowns, eine ungewisse Zukunft und Sorgen um Angehörige oder sich selbst: Die Pandemie wirkte sich auch auf die psychische Gesundheit aus. Thomas Probst, Professor für Psychotherapiewissenschaften an der Donau-Universität Krems, war einer der Ersten, die das Thema wissenschaftlich erforschten. Gemeinsam mit seinen Kollegen führte er zuerst im April 2020 und dann noch einmal im Herbst und vor Weihnachten eine Befragung mit rund 1000 Personen durch.

Die Ergebnisse überraschten: "Wir hätten erwartet, dass die psychische Belastung nach den ersten Lockerungen etwas zurückgeht. Aber die Depressions- und Angstwerte waren stets im auffälligen Bereich", sagt Probst. 20 bis 25 Prozent der Menschen gaben laut Screening-Fragebogen – der keine Diagnose bedeutet – an, eine solche psychische Belastung verspürt zu haben.

Zum Vergleich: Vor der Pandemie waren es vier bis fünf Prozent. Die höchsten Werte fanden die Forschenden unter jungen Erwachsenen und Schülern. "Unsere Motivation war, das schnell zu untersuchen und zu begleiten, weil klar war: Der Bedarf für psychische Hilfsangebote ist groß."

Der ganze Artikel auf www.derstandard.at/covid-19-und-die-psyche