Aktuelles zu relevanten Themen

26.05.2022 12:18

Wie finden wir jetzt zur Leichtigkeit zurück?

Die Temperaturen steigen, die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt. Doch die vergangenen zwei Pandemie-Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Was der Seele nun guttut.

Über zwei Jahre Pandemie sitzen uns allen in den Knochen. Bei vielen Menschen nimmt Corona nun immer weniger Raum im Leben ein. Raum, der nun zu Verfügung steht, um die Psyche wieder zu stärken. Aber wie?

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. „In der Psychologie wird inzwischen von einem Trauma gesprochen, das Menschen durch die Pandemie erlebt haben.“ Das sagt Alexandra Loeffner, Resilienzcoach und Trainerin für Positive Psychologie. Das heißt nicht, dass alle an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erkrankt sind. Aber: Den meisten Menschen sind die Angst vor einer Infektion, die Lockdowns und Kontaktbeschränkungen schon spürbar auf die Psyche geschlagen.

Auch Joachim Schmidt, Diplom-Psychologe mit Schwerpunkt Positive Psychologie, bestätigt diesen Eindruck: „Eine ganze Reihe von Studien zeigt, dass viele Menschen in der Pandemie vermehrt unter Vereinsamung leiden, dass das Stresslevel erheblich zugenommen hat.“ Auch Zukunftsängste und Sorge um die eigene Gesundheit und die der Liebsten spielen eine große Rolle. Hinzu komme laut Schmidt ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Kontrollverlustes.

Das „Immunsystem“ der Psyche stärken

„Die psychische Widerstandsfähigkeit - auch Resilienz genannt - ist dabei individuell sehr unterschiedlich“, sagt Joachim Schmidt. Resilienz bezeichne die Fähigkeit einer Person, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und Stress umzugehen. Sie ist sozusagen das Immunsystem der Psyche. Die eigene Resilienz kann man trainieren.

....

Der ganze Artikel auf rnd.de 

14.05.2022 07:25

Was hilft gegen Doomscrolling?

Autor: Marc Dimpfel

Nur noch schlechte Nachrichten

Wenn negative Nachrichten auf die Funktionsweise sozialer Medien treffen, dann gibt es dafür einen Begriff: Doomscrolling. Der Dauerkonsum kann nicht nur belasten, sondern im Extremfall zu psychischen Erkrankungen führen. Doch es gibt Wege, dem entgegenzuwirken.

Die schlechten Nachrichten nehmen kein Ende, so scheint es in diesen Zeiten. Mehr als zwei Jahre Corona-Pandemie liegen hinter uns, in denen das unsichtbare Virus vormals unbekannte Ängste ausgelöst hat. Und dann der Krieg. Seit über zwei Monaten tobt er, mitten in Europa. Ein mit dem Eisernen Vorhang begraben gedachtes Atomkriegs-Szenario ist plötzlich wieder im Bereich des Möglichen und damit in unseren Köpfen. Wir sehen vom heimischen Bildschirm aus, wie nur einige Flugstunden von Deutschland entfernt grausamste Massaker an der ukrainischen Zivilbevölkerung verübt werden. Das, es lässt sich nicht von der Hand weisen, macht was mit einem.

Das Marktforschungsinstitut Rheingold drückt das in einer tiefenpsychologischen Untersuchung wie folgt aus: "Die Krisenpermanenz, die vor allem junge Menschen als eine nicht enden wollende Dauerkrise erleben, hat eine neue Dimension bekommen, die auch die bisherigen Sorgen um Corona weitgehend überdeckt: Wir geraten von einer Katastrophe in die nächste schlimmere."

Der ganze Artikel unter n-tv.de

26.04.2022 15:06

Corona-Erkrankung kann auch der Seele schaden

Autorin: Kathrin Krisper

Salzburger Psychotherapeutin über Folgen von Covid-19

Die Corona-Krise schlägt vielen von uns auf die Psyche: Lockdowns, strenge Maßnahmen und Ungewissheit können belasten. Aber auch jene, die eine Erkrankung durchlebt haben, können sogar noch Monate danach mit den seelischen Folgen zu kämpfen haben.

Selbst wenn man vor einer Corona-Erkrankung seelisch stabil war, können danach Probleme auftreten, erklärt die Salzburger Psychotherapeutin Gabriele Danninger im Gespräch mit SALZBURG24. Das betreffe aber nicht nur jene, die mit einem schweren Verlauf zu kämpfen hatten. Denn im Unterschied zu Post-Covid, worunter man die unmittelbaren Folgen eines schweren Verlaufs versteht, umfasst Long-Covid die langfristigen Folgen. Diese können auch bei einem milden Verlauf und sogar erst ein bis vier Monate nach der Erkrankung auftreten, stellt die Therapeutin klar. Studien liefern laut Danninger Hinweise darauf, dass etwa zehn Prozent der Erkrankten von Long-Covid betroffen sind, tendenziell eher Frauen zwischen 20 und 50 Jahren.

Ängste und Co nach Corona-Erkrankung

Der ganze Artikel auf salzburg24.at

10.04.2022 12:03

Bericht: Corona-Pandemie schlägt sich auf Psyche nieder

Ob Alt oder Jung: Die Corona-Pandemie hat sich auf die psychische Verfassung vieler Menschen in Bayern ausgewirkt. «Bereits die Sorge vor einer Coronainfektion kann zu psychischen Beeinträchtigungen führen», heißt es im ersten Bayerischen Psychiatriebericht des Gesundheitsministeriums. Viele litten unter den Folgen der Isolation im Lockdown und der sozialen Distanz. Hinzu kämen wirtschaftliche Unsicherheit, materielle Notlagen, Existenzängste oder Perspektivlosigkeit. 

Studien zeigten eine Zunahme von Depressionen und Angstsymptomen in der Bevölkerung. «Weitere psychische Folgen der Pandemie und des Lockdowns können posttraumatischer Stress, Verwirrung, Niedergeschlagenheit, Wut und Ärger sowie Schlafbeschwerden sein.» Zudem fühlten sich viele Menschen einsam - ein Risikofaktor für seelische Erkrankungen.

Der ganze Artikel auf zeit.de


09.03.2022 10:51

Corona: Auch die Psyche leidet an der Pandemie

Autorin: Jasmin Altrock, Pia Kruckenhauser

Vor genau 729 Tagen hat die Corona-Pandemie Österreich offiziell erreicht, die ersten beiden Infektionen wurden bekannt. 20 Tage später, am 16. März 2020, wurde der erste Lockdown ausgerufen. Seit 709 Tagen leben wir mit Ausgangsbeschränkungen, Maßnahmen und der Ungewissheit, wie es mit der Pandemie weitergeht. "Kollektives Trauma" ist ein Begriff, der in dem Zusammenhang öfter fällt – der aber nicht sehr passend ist. "Unter Trauma versteht man sehr schwere Belastungen wie Todesgefahr, körperliche oder sexuelle Gewalt", erklärt Christoph Pieh, Professor für psychosomatische Medizin an der Donau-Uni Krems. "Ich würde hier eher von einer massiven, kollektiven psychischen Belastung sprechen. Ein kollektives Trauma wäre eher bei einem Postkriegsszenario zu erwarten. Damit ist die Pandemie aber nicht vergleichbar." 

Dennoch hat sich die Pandemie sehr schnell auf die psychische Gesundheit ausgewirkt: "Wir konnten bereits vier Wochen nach dem ersten Lockdown einen Zuwachs an Depressivität, Ängsten, Schlafstörungen und Stress feststellen", weiß Pieh, der zusammen mit seinem Team seit März 2020 den Stand der psychischen Gesundheit der österreichischen Bevölkerung via Online-Fragebögen erfasst. So stellte die Gruppe fest, dass sich die Anzahl der depressiven Symptome bereits am Anfang verfünffacht hatte und seitdem stabil hoch geblieben ist. 

Der ganze Artikel auf standard.at  

18.02.2022 16:12

Neues Projekt für Kinder und Jugendliche

Die CoV-Krise hat deutliche Spuren in der Psyche von Kindern und Jugendlichen hinterlassen. Ein am Freitag von der Regierung vorgestelltes Projekt soll den Jungen den Zugang zu psychosozialen Hilfsangeboten erleichtern. Für Hilfesuchende wird eine zentrale Anlaufstelle geschaffen. 

Mehr als die Hälfte der jungen Menschen in Österreich kämpft mit depressiven Symptomen, sechs von zehn haben Essstörungen, 47 Prozent leiden unter Schlafstörungen, 16 Prozent haben wiederholt Suizidgedanken. Das berichtete Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz. 

Bereits vorigen Sommer gab der Ministerrat 13 Mio. Euro für die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen zur Bewältigung der psychischen Folgen der Pandemie frei. 12,2 Millionen Euro davon gehen an das Projekt „Gesund aus der Krise“, 800.000 Euro an die Arbeitsgemeinschaft Frauengesundheitszentren, „damit die psychologische und psychotherapeutische Behandlung für Mädchen und junge Frauen verbessert wird“, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. 

Hotline als zentrale Anlaufstelle

Der ganze Artikel auf orf.at

29.01.2022 14:03

Es gibt mehr Ängste

LOCKDOWN-FOLGEN FÜR KINDER 

Autorin: Lucia Schmidt

Welchen Einfluss hatten die Lockdowns auf die Psyche von Kindern? Eine Psychiaterin berichtet von mehr Angst- und Essstörungen sowie Depressionen – und widerspricht Gesundheitsminister Lauterbach. 

Frau Professorin Freitag, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat in dieser Woche gesagt, die Zunahme psychischer Störungen bei Kindern sei kein Resultat des Lockdowns, sondern die Pandemie an sich sei dafür verantwortlich. Etwas anderes gebe die Studienlage nicht her. Wie sehen Sie das?

Diese Aussage ist so nicht ganz korrekt. Selbstverständlich haben einige Kinder und Jugendliche auch Angst vor einer Erkrankung, aber wesentlich erscheint doch der Lockdown. Die internationale Studienlage ist eindeutig: Angst- und Essstörungen sowie Depressionen haben in der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen deutlich zugenommen. Zudem hat sich die Zeit, die Kinder und Jugendliche an Computer und Handy ­verbringen, deutlich gesteigert. Die meisten bewegen sich viel zu wenig. Hierzu gibt es bereits mittlerweile systematische Reviews und Meta-Analysen.

Und daran sind die Schließungen von Kitas und Schulen schuld?

Das ist die Frage: Welche Rolle haben die Kindergarten- und Schulschließungen hinsichtlich dieser Symptome? Hier gibt es mittlerweile Vergleichsstudien aus Kanada und Australien, die deutlich zeigen, dass innerhalb der Corona-Pandemie insbesondere Perioden des Lockdowns zu einem Anstieg der genannten Symptome bei Kindern und Jugend­lichen führten. Der Wegfall der Alltagsstruktur, von Bewegung und Sozialkontakten mit Gleichal­trigen ist ein klassischer Risikofaktor für Depressionen und Angststörungen; die Zunahme des Konsums sozialer Medien steht wahrscheinlich in Zusammenhang mit den erhöhten Anorexie-Raten.

 Der ganze Artikel auf faz.at

18.01.2022 15:43

Wie wir lernen, mit Corona zu leben

AutorInnen: Renate Kromp und Christine Lugmayr

Auch wenn Omikron vorbei ist, das Virus bleibt. Je früher wir anfangen, mittelfristig zu denken und die wichtigsten Gesellschaftsbereiche für ein Leben mit dem Erreger zu rüsten, desto besser werden wir damit umgehen können. Was in Bildung, Pflege, Forschung und Medizin geschehen muss, erklären Expertinnen und Experten.

Good News schauen anders aus: Auch zu Weihnachten 2022 werden wir noch Masken tragen und uns vor dem Coronavirus schützen müssen, erklärt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, während die Österreicher gerade den aktuellen Christbaum abräumen. Der Minister spricht damit aus, was ohnehin schon zu befürchten war. Das Coronavirus mit seinen laufenden Mutationen wird auch nach der Omikron-Welle nicht verschwunden sein. Wir müssen lernen, mit Corona zu leben.

Der ganze Artikel auf news.at 

27.12.2021 17:30

Zwei Jahre Pandemie: Was Corona mit unserer Psyche macht, was gegen den Blues hilft

Autorin: Katharina Jakob

Unser letzter Gast in diesem Jahr ist der Psychologe Thorsten Kienast, mit dem wir über die seelischen Folgen sprechen, die uns die Pandemie aufzwingt. Über einfache, kleine Tricks, wie Sie den Blues wegkriegen können, der ja nicht wenige vor allem am Jahresende befällt. 

Zu hören ist der Podcast auf faz.net

05.12.2021 18:26

Psyche im vierten Lockdown: Was uns jetzt gut tut und Auftrieb gibt

Autorin: Marlene Patsalidis

Wie wir jetzt trotz der neuerlichen Ausgangsbeschränkungen unsere Kräfte mobilisieren können.

Und täglich grüßt … der Lockdown. Seit die bizarre Geschichte des in einer Zeitschleife gefangenen Bill Murray Anfang der Neunziger über die Kinoleinwände flimmerte, hat sich die Redewendung für sich wiederholende, unangenehme Situationen etabliert. Unangenehm – das ist Lockdown Nummer vier allemal.

Die Psyche erlebt jedenfalls ein Déjà-vu. Schlimmer noch: Die neuerlichen Radikalmaßnahmen reißen alte emotionale Wunden auf. Insbesondere bei Menschen, die bisher schon

mit Einsamkeit, Existenzängsten oder der Doppelbelastung von Kinderbetreuung und Homeoffice zu kämpfen hatten.

Hinter dem, was viele jetzt als seelischen Dämpfer erleben, steht eine Stressreaktion: "Die Unsicherheit, ob und wann dieser unkontrollierbare Ausnahmezustand enden wird, macht Angst, und Angst macht Stress – und anhaltender Stress führt zu Belastung", sagt Manuela Hos, Psychologin am medizinischen Zentrum Trinicum in Wien. Mit den Grenzen der eigenen Belastbarkeit haben die allermeisten in den vergangenen Monaten Bekanntschaft gemacht. Die Folge: Angstzustände, Depressionen, Schlafprobleme und Erschöpfungserscheinungen hatten und haben Hochkonjunktur.

Der ganze Artikel auf kurier.at

12.11.2021 12:16

Corona und die Psyche: So erkennen Betroffene eine Depression

  • Studien und Untersuchungen zeigen: Psychische Erkrankungen haben in Folge der Pandemie zugenommen - etwa Depressionen.
  • Die Langzeitfolgen und Ausmaße seien auch jetzt im Herbst 2021 noch nicht absehbar, sagt ein Experte.
  • Wie Betroffene eine Depression erkennen und was sie dann tun sollten.

Hildesheim. Zu den vielen Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie gehört, dass wesentlich mehr Menschen als sonst mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Das gilt über alle Altersgruppen hinweg, sagt Prof. Detlef Dietrich von der European Depression Association. „Insbesondere Angstzustände und Depressionen haben zugenommen.“

Nur ein Beispiel: Einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zufolge hatten vor Corona zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren depressive Symptome, nach dem ersten Lockdown im Frühsommer 2020 waren es demnach 25 Prozent.

Die Langzeitfolgen und Ausmaße seien auch jetzt im Herbst 2021 noch nicht absehbar, sagt Dietrich. Das liege auch daran, dass psychosoziale Begleiterscheinungen der Pandemie wie eingeschränkte Kontakte, Einsamkeit, Jobverlust, Ängste vor einer Infektion oder Mehrfachbelastungen häufig erst im Verlauf von Monaten zur Entstehung einer Depression beitragen.

Eine Depression erkennen

Der ganze Artikel unter rnd.de

10.10.2021 10:48

Jugendliche noch immer psychisch belastet

Als Schulen und Sportvereine geschlossen waren, ist die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen in die Höhe geschnellt. Zwar haben die Schulen wieder auf. Vielen Jugendlichen geht es aber nach wie vor schlecht.

Am Sonntag (10.10.) ist der Tag der seelischen Gesundheit. Und diese ist besonders bei Kindern und Jugendlichen schwer angeschlagen durch die Pandemie. Mehr als die Hälfte der österreichischen Schülerinnen und Schüler zeigte im Winter dieses Jahres depressive Symptome, viele berichteten über Ängste und Schlafstörungen. Im März veröffentlichten die Donau Uni Krems und die Meduni Wien eine Studie mit diesen alarmierenden Zahlen.

Unsicherheit macht krank

Essstörungen, Drogenkonsum, Selbstverletzung und Suizidversuche haben seit Corona massiv zugenommen, berichtet auch Barbara Haid vom Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie. Sie arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche in eigener Praxis in Innsbruck und ist außerdem als Psychotherapeutin am Landeskrankenhaus in Hall tätig. Nach einem etwas entspannteren Sommer gibt es jetzt wieder eklatant steigenden Bedarf, berichtet sie.

Der ganze Artikel unter science.orf.at

05.10.2021 09:43

UNICEF: Jeder siebente junge Mensch mit psychischen Störungen

Angststörungen, Depressionen, Verhaltensauffälligkeiten: Jeder siebente junge Mensch im Alter zwischen zehn und 19 Jahren leidet nach Angaben der UNO-Kinderhilfsorganisation (UNICEF) unter einer diagnostizierten psychischen Störung.

Durch die Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie kommen nun noch Auswirkungen hinzu, die „gravierend“ seien und „über viele Jahre“ spürbar, warnte UNICEF in einem neuen Bericht. Die CoV-Folgen für die Psyche von Kindern und Jugendlichen seien aber „nur die Spitze des Eisbergs, denn bereits vor der Pandemie litten viel zu viele Kinder an psychischen Belastungen“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

UNICEF verwies darauf, dass es weltweit eine große Lücke zwischen dem Bedarf an Hilfsangeboten und den verfügbaren Geldern für die Behandlung psychischer Auffälligkeiten und Störungen bei jungen Leuten gebe. Die Regierungen würden weniger als zwei Prozent ihres Gesundheitsbudgets dafür ausgeben, heißt es in dem neuen „Bericht zur Situation der Kinder in der Welt“, der erstmals den Schwerpunkt auf mentale Gesundheit legt.

orf.at/stories

17.09.2021 16:03

Corona-Krise: Tipps für den Umgang mit der Situation & die Psyche

Die Situation rund um die Corona-Krise ist für alle herausfordernd. Sie hat zahlreiche Auswirkungen auf den Alltag und das Zusammenleben. Hier finden Sie Tipps zum Umgang mit der aktuellen Situation sowie einen Überblick über Informations- und Beratungsangebote. 

Zur Website gesundheit.gv.at, wo Sie viele Hinweise und Tipps wie z.B. folgende finden können:

Tipps zum Umgang mit der Corona-Krise

Das Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität Wien hat basierend auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Text für den Umgang mit der aktuellen Situation zusammengestellt.

Hier die Tipps im kurzen Überblick mit zusätzlichen praktischen Hinweisen:

Versuchen Sie so gut wie möglich eine Tagesroutine beizubehalten.

  • Achten Sie auf Ihre Gefühle und Bedürfnisse. Weitere Informationen finden Sie unter Tipps zum Umgang mit Gefühlen sowie Entspannt und fokussiert durch Achtsamkeit.
  • Pflegen Sie einen möglichst gesunden Lebensstil mit Aktivitäten, die Ihnen auch Freude bereiten und zu Ihrer Entspannung beitragen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Corona-Krise: Mit Bewegung gesund bleiben.
  • Ernähren Sie sich gesund. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Corona-Krise: Gesunde Ernährung für zu Hause.
  • Halten Sie Schlafroutinen ein. Weitere Informationen finden Sie unter Gut schlafen.
  • Nehmen Sie in Krisensituationen Hilfsangebote war. Hilfseinrichtungen für psychosoziale Krisen nach Bundesländern sortiert finden Sie auf dem Öffentlichen Suizidpräventionsportal. Zudem finden Sie Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Psyche auf www.oesterreich.gv.at. 
  • Bleiben Sie in Verbindung mit Ihrem sozialen Netzwerk z.B.  auch über E-Mail, Videochat, Telefon oder soziale Medien.
  • Gehen Sie achtsam mit dem Einholen von Informationen um: Vermeiden Sie Nachrichten, die in Ihnen möglicherweise Stress, Angst oder Panik auslösen. Suchen Sie jedoch nach Informationen für Ihr Alltagsleben sowie wie sie sich und nahestehende Menschen schützen können. Nutzen Sie als Informationsquelle ein- bis zweimal täglich vor allem Gesundheitsbehörden oder auch die Website der WHO. Das hilft unter anderen Fakten von Gerüchten zu unterscheiden.
  • Schützen Sie sich selbst und andere. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf www.oesterreich.gv.at. 
  • Helfen Sie, wenn möglich, anderen Menschen. Das kann sowohl für die Person, der Sie helfen, als auch für Sie selbst hilfreich sein. Möglichkeiten, Mitmenschen zu unterstützen, finden Sie auf www.oesterreich.gv.at unter.

Die vollständige Version der Empfehlungen inklusive weiterer Hinweise finden Sie auf der Website des Sozialministeriums.

30.08.2021 08:29

Was Paare in der Coronazeit zusammenhält

Autorin: Friederike Invernizzi


Liebe und Partnerschaft stehen in der Coronazeit unter großen Belastungen. Dr. Jan Kalbitzer erklärt, wie Paare mit der Situation umgehen können.

Forschung & Lehre: Herr Kalbitzer, einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge wird sich die Zahl der Scheidungen in Deutschland infolge der Corona-Einschränkungen voraussichtlich um ein Fünffaches erhöhen. Überrascht Sie diese Entwicklung?

Jan Kalbitzer: Das überrascht mich nicht. Allerdings erscheint mir der Blick auf solche Statistiken fragwürdig. Mit solchen Zahlen sollte vorsichtig umgegangen werden. Ich beobachte bei Paaren, dass sie schauen, was andere Paare machen und wofür sich diese entscheiden. Sie suchen Orientierung. Es ist aber ganz wichtig, dass man als Paar den Blick auf die eigenen Werte richtet. Den Abgleich mit dem Durchschnitt, in diesem Falle die Scheidungsstatistik, halte ich für keine gute Idee.

F&L: Die Zahlen könnten ein Hinweis dafür sein, dass Paare in Corona unter stärkeren Belastungen stehen als vorher….

Jan Kalbitzer: Das stimmt. Aber ich sehe durchaus auch Positives in der aktuellen Situation, die zur Folge hat, dass Paare mehr zusammen sind. Meist entsteht so ein intensives Zusammensein tatsächlich in Zeiten, in die man mit vielen falschen Erwartungen und Vorstellungen "hineinschlittert", wie dem Urlaub oder Feiertagen. Paare verbringen in solchen Situationen ziemlich viel Zeit miteinander und sind gezwungen, Werte und Wünsche miteinander abzugleichen. Sie müssen sich damit auseinanderzusetzen, wie sie damit umgehen können, auf engstem Raum zusammen zu sein. Das ist mitunter anstrengend und mit vielen Enttäuschungen verbunden. Häufig leiden Partnerinnen und Partner darunter, dass sich in einer Partnerschaft bestimmte Verhaltensmuster über Jahre eingeschlichen haben, die sich nicht mehr ändern lassen: ein unfreundlicher Ton, die eine oder andere Unaufmerksamkeit oder Respektlosigkeit, die man dann wieder vergisst, weil man mit anderen Dingen beschäftigt ist. Die Weihnachtszeit führt daher oft zu Paarkonflikten, trotzdem kehren die Leute danach wieder in ihren Alltag zurück und lenken sich mit Freizeitaktivitäten oder mit der Arbeit von den Frustrationen in der Beziehung ab.

Der ganze Artikel auf www.forschung-und-lehre.de

03.08.2021 17:55

Psychische Belastungen und Störungen in Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie

Dr. Dipl. Psych. Markus Stingl, Psychologischer Psychotherapeut & Dr. med. Bernd Hanewald, Facharzt für Psychiatrie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der JLU Gießen, Klinikstr. 36, 35392 Gießen

Die COVID-19-Pandemie bedeutet psychischen Stress und kann psychische Störungen verstärken oder auslösen.

......

Häufige Realängste sind:

  • Ängste, sich selbst anzustecken, zu erkranken und zu versterben;
  • Ängste auch vor relativ einfach zu behandelnden Symptomen und Erkrankungen;
  • Angst, durch das Aufsuchen von Einrichtungen des Gesundheitswesens zu erkranken;
  • Sorgen, den eigenen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu können, während einer Isolation nicht arbeiten zu können oder gekündigt zu werden;
  • Angst vor Insolvenz des eigenen Unternehmens oder des Unternehmens des Arbeitgebers
  • Gefühle von Hilflosigkeit und Einsamkeit infolge von Isolation;
  • Misstrauen und Ärger gegenüber allen, die mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden;
  • Stigmatisierung und Angst vor Patientinnen und Patienten, Gesundheitsfachkräften und Menschen, die Erkrankte pflegen;
  • das Ablehnen von Ansprache durch Gesundheitsfachkräfte oder Freiwillige.

Diese Ängste und Sorgen können durch Unsicherheit und Ungewissheit verstärkt werden und sogar zur Entstehung einiger psychischer Erkrankungen beitragen oder vorhandene Störungsbilder verschlechtern.

Der ganze Artikel auf www.uni-giessen.de

30.06.2021 18:23

Covid-19 und die Psyche

Autorin: Katharina Kropshofer

Thomas Probst untersucht, wie sich die Pandemie auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Wiederholte Lockdowns, eine ungewisse Zukunft und Sorgen um Angehörige oder sich selbst: Die Pandemie wirkte sich auch auf die psychische Gesundheit aus. Thomas Probst, Professor für Psychotherapiewissenschaften an der Donau-Universität Krems, war einer der Ersten, die das Thema wissenschaftlich erforschten. Gemeinsam mit seinen Kollegen führte er zuerst im April 2020 und dann noch einmal im Herbst und vor Weihnachten eine Befragung mit rund 1000 Personen durch.

Die Ergebnisse überraschten: "Wir hätten erwartet, dass die psychische Belastung nach den ersten Lockerungen etwas zurückgeht. Aber die Depressions- und Angstwerte waren stets im auffälligen Bereich", sagt Probst. 20 bis 25 Prozent der Menschen gaben laut Screening-Fragebogen – der keine Diagnose bedeutet – an, eine solche psychische Belastung verspürt zu haben.

Zum Vergleich: Vor der Pandemie waren es vier bis fünf Prozent. Die höchsten Werte fanden die Forschenden unter jungen Erwachsenen und Schülern. "Unsere Motivation war, das schnell zu untersuchen und zu begleiten, weil klar war: Der Bedarf für psychische Hilfsangebote ist groß."

Der ganze Artikel auf www.derstandard.at/covid-19-und-die-psyche